Die Abreise…

…hätte ohne Jenny bestimmt ein paar Stunden länger gedauert.
Irgendwie kam ich nicht richtig in die Spur. Nichts wollte mehr klappen und Moritz war zu faul, Kaffee zu kochen, also verunfallte ich ihn. (den Kaffee, nicht den Moritz, der kann das ganz gut allein)
Währenddessen versuchte ich, Ordnung in mein Chaos zu bringen.
Letztendlich hab ich das dann auch geschafft und wir konnten abreisen.

Eigentlich ging es mir absolut nicht gut und die Vorstellung hinten im Wagen zu sitzen sorgte eher für unbehagen, so dass ich unbewusst auch eher versucht habe zu verzögern.
Ich weiss nicht, ob die zwei das gespührt haben, aber so richtig los gings auch erst, als ich einigermassen fähig war, kampflos in den Wagen befördert werden zu können und erstmal versuchte ich, alle Sinne herunterzufahren.
Bis plötzlich dieser Geistesblitz kam und ich wusste, wo ich das Grüppchen von gestern hinsortieren musste.
Mein erster Gedanke war, Julia anzurufen.
Ich war vor kurzem in einer Umgebung, die, falls Territorialgrenzen bestehen, von denen ich nichts weiss, definitiv diese Leute auf den Plan gerufen hätte.
Also versuchte ich, über sie zu erfahren, ob welche bestünden, was sie verneinte.
Nach diesem sinnlosen Gespräch überlegte ich, ob ich nicht weiter recherchieren soll und in welcher Form das am stressfreiesten wäre.

Mittlerweile hab ich dann entschieden, mich etwas besser abzuschirmen, drei Personen auf Schatten zu prüfen und selbst einfach nicht mehr zu reagieren.
Ich hab andere Sorgen…
Nach dort muss ich erst wieder, wenn mein Freund von dort wieder Ferien hat und ansonsten…
Hey, der Käse ist fast exakt 12 Jahre her, was soll ich mich darüber jetzt aufregen?
Lass die Kinder doch spielen, solang sies nicht mit mir tun. Und das konnten sie damals schon nicht wirklich…
Abgesehen davon, dass das eigentlich eher die Sorgen meiner Schwester sind und nicht meine…

Tja, und so sitz ich hier, warte auf Mitteilung von Moritz, der scheinbar nu auch verwirrt ist und werd dann wohl erstmal einkaufen.
Will irgendwer Kekse? Dann bring ich welche mit!

Sonntag bin ich…

…dann endlich in Festivallaune gewesen.

Keine Flashbacks, keine Panikatakken und: Gute Laune! *grummel*
Ich werde Euch nächstes M’era töten! Die ganze Bande! *g*

Ok, morgens hatte ich rasende Kopfweh und bevor ich richtig die Augen auf hatte schallte mir ein “Guten Morgen Schwesterchen!” entgegen, das mich ernsthaft über Geschwistermord nachdenken liess. Aber ich hätte ja mein Zelt schliessen können.

Als Jenny wach war nahm ich freiwillig ne Kopfschmerztablette.
Dann war der Tag nurnoch dadurch getrübt, dass es der letzte war und ich morgens etwas getitscht bin.
Ich ging gutgelaunt durch den Tag, genoss die Konzerte, die nicht definitiv getriggert hätten (Zeraphine wär tötlich gewesen) verabschiedete mich von Otti, Frank und Alex, dem Negatief-Team und wurde ein wenig nachdenklich.
Meine Füsse taten irgendwann weh und ich bekam ungebetenen Besuch aus der Zeit, als ich noch nicht so friedlich und brav war, wie ich aussah.
Jetzt seh ich aggressiver und streitbarer aus, als ich bin.

Aber, das Prinzip, keine Angriffsfläche zu bieten, greift heute noch und auch ihr Ehrencodex scheint immernoch zu gelten.
Eigentlich war mir nur aufgefallen, dass ich ihn möglicherweise kenne und die Blonde definitiv versuchte, mich zu reizen. Aber meine Sehne im Fuss nervte mal wieder, ich war Müde und wusste auch nicht genau, warum ich mich hätte drauf einlassen sollen. Das hab ich früher schon nur getan, wenn ich direkt angegriffen wurde.
Ich entzog mich um 2m ihrem Zugriff und bis auf einen kleinen Versuch, dann eben mein Umfeld zu reizen um mich zum Handeln zu zwingen, verpuffte das ganze.
Mein Umfeld besteht grundsätzlich aus ausgesuchten Menschen und ist nur reizbar, wenn es zwingend notwendig ist. (Oder man ein paar Tage Geduld mitbringt)
Mir fiel aber Sonntag zum verrecken nicht ein, warum mir Blondi so bekannt vorkam und wieso ausgerechnet dieser Typ dabei war, wo das alles keine schwarzen waren…
Mit Sicherheit nicht!
Jenny brachte mich drauf, dass die insgesammt 6 Personen definitiv gezielt uns drei herausgesucht hatten.
Aber mir wollte nicht einfallen, was da sein könnte und so beliess ich es für heute dabei.

Als ich dann mit den beiden nach dem letzten Konzert zum Platz zurück ging, bemerkte ich sie nochmal kurz, aber wir gingen einfach weiter und uns folgte niemand. Unser Lager wäre ihnen eh zu gross gewesen…

Die Nacht hab ich überwiegend nachdenkend auf den Stühlen in meinem Pavillion verbracht, nachdem ich Marcus und seine Christiane ins Bett gebracht hatte…
Ich dachte schon seit Wochen darüber nach, wie ich Dinge verändere, weil zwischen mir und Moritz was nicht passte (passt es jetzt eigentlich?). Ausserdem zeigte meine Schwester mir, dass sie gern wieder ungebremst in ne Krise rutschen würde und ich fragte mich, ob ich sie drauf aufmerksam mache oder nicht.
Olaf muss es schliesslich ausbaden…
Sie ist nunmal ein “Ich bin Krank und kanns nicht ändern”-Bordie…

Ich hockte also, in mein Deckchen gekuschelt, auf den Stühlen, war froh das alles schlief und dachte nach. Bis plötzlich Moritz auftauchte…
“Ich dachte Du schläfst schon!” sollte eigentlich heissen “Ich wollte hier in Ruhe alleine nachdenken!”
Aber eigentlich wollte ich das ja auch wiederum nicht.
Eigentlich wollte ich reden.
Daher protestierte ich nicht, als er sich zu mir setzte, hörte aber erstmal zu, um herauszufinden, ob Reden jetzt überhaupt ginge…
Es ging und ich konnte ihm ein bisschen meinen Standpunkt klar machen.
Nicht, dass ich drauf und dran war, die Freundschaft aufzugeben, sondern, konkret anzusprechen, was da jetzt gerade so massiv schief läuft, meiner Meinung nach. Das was mich daran hindert, mich weiter darauf einzulassen, das, was “zur Trennung” führen würde.
Eigentlich war ich schon sicher, dass dieses Gespräch in ein paar Tagen ganz anders ausgefallen wäre, da ich mir fest vorgenommen hatte, damit bis nach der Heimkehr zu warten und dann definitiv für klare Linien zu sorgen.

Irgendwann ging Moritz ins Bett, befahl mich auch dahin und ich dachte noch etwas darüber nach, wie gut es war, dass das Gespräch doch so verlaufen war, wie ich es mir vor Wochen noch gewünscht hatte. Er schien verstanden zu haben.

Gegen 5 fiel ich dann doch noch auf meine Luftmatratze und schlief so mies wie erwartet…

Samstag lebte ich…

…also immernoch!

Anfangs fand ich das garnicht sooooo prima und motzte über alles, was es zu motzen gab und wenns nichts gab motzte ich erstrecht!
Ich hasse es, atmende Wesen um mich zu haben, wenn ich die Augen öffne, die dann, sobald sie das bemerken, sofort “Guten Morgen!” rufen!
Aber noch mehr hasse ich Leute, die sich mit “Gute Laune!” wecken, vorallem, wenn ich gleich mit geweckt werde!
Man merke: Ich hatte Do auf Fr eine Stunde und Fr auf Sa nichtmal 4 Stunden Schlaf! Ich brauche laut Arzt 10-12 Stunden…
Schlafmangel ist BÖSE!

Nun, irgendwann war der Kaffee tatsächlich fertig und wir “frühstückten”. Jenny frühstückte und wir tranken Kaffee und rauchten.
Moritz wollte unbedingt den Opener sehen und so stiefelten wir ca 20 vor 11 auch los. Und, er mag drei Beine haben, aber, von Musik versteht er ein bisschen was. Wenn wir auch manchmal unterschiedlicher Meinung sind…
Die Band, um die er an dem WE am meissten Aufhebens machte, war qualitativ definitiv sehr hochwertig, spricht mich aber nicht an… Also ging ich nach dem 2. Song wieder, obwohl ich ich ansonsten noch recht wohl fühlte.
Mir war zu heiss und zu stickig im Hangar.

Mit Unheilig zu duschen ist übrigens prima!
Aber ich mag sowieso Unheilig, Zeraphine oder die ruhigen Stücke von meinem Lieblingsmusiker beim Baden!
So sehr Groupie, dass ich den Manager geheiratet hab… Steve wollte ja nicht!
Aber, ich bin ja noch auf dem m’era!

Mit Julia war ich shoppen und wir haben uns die gleiche Gürtel-/Hüftkette gekauft. Ausserdem hab ich nu endlich einen Fächer!
Leider stinkt dieser nach patchuli… (nein, es gibt Dinge, die schreibe ich bewusst klein…)

Später allein unterwegs, traf ich Frank, einen Freund von Otti.
Ich sammelte Komplimente, das ich viel besser aussähe als an Ottis Purzeltag.
Ich fürchte, Frank hat sich tatsächlich ernsthaft Sorgen gemacht, dabei kannten wir uns erst von 2 Begegnungen.
Mir gings aber wirklich beschissener als im Moment… Und im Moment geht es mir nicht so gut, wie es sollte…

Und FUCK, gerade fällt mir auf, dass ich den Arzttermin verpennt hab…
Vor einer Stunde…

Frank wollte dann, dass ich sitzen bleib, bis alle Leute weg sind. Mitten im Publikumsfluss nach Placebo…
Marcus hat mich, wie im Lager in ähnlichen Situationen, natürlich gerettet!
Auf mein Eisenlager ist eben verlass!

Um ca 12 war ich, nach 4 Litern Met aber einem nicht wirklich schlechten Tag, dann im Bett.
Ich glaub, gegen meine Erkältung, mach ich mir davon heut nen Becher mit Anis und Thymian heiss, wenn ich gegen 2 wieder heimkomm.

Freitag dann, gegen…

…19 Uhr, kamen wir auf dem Festivalgelände an.
Unterwegs konnte ich die ganze Zeit nicht glauben, dass ich wirklich unterwegs war.
Ungläubig sprach ich trotzdem mit Marcus ab, wie viele Plätze wir brauchen und wann wir da sind.
Ich hab sogar brav was gegessen und die Fahrt verlief erschreckend pannenfrei.
Zwischendurch fiel uns das ein oder andere ein, das ich vergessen hatte und wir zuckten mit den Schultern, weil wir das jetzt nicht mehr holen würden.

Dort angekommen fand sich der Zeltplatz erstaunlich schnell, aber ich war etwas sauer, weil ich 90 Euro statt eigentlich 79 bezahlen durfte und das, obwohl die ja den Verkauf gestoppt hatten…
Scorpio eben!
Vorletztes Jahr wars an der Festivalkasse noch normalpreis… Fühlte sich echt nach Absicht an!

Egal, jetzt sind wir nunmal hier und nun wird auch nicht mehr umgekehrt.
Zeltaufbau ging fast erschreckend reibungslos, bis auf die ständigen Anrufe von Rüdiger, der mich unbedingt endlich wiedersehen wollte.
Immerhin hatte es im Februar nicht geklappt und er hat ja Recht, ein Jahr ohne wenigstens ein kurzes Treffen mit den ganz alten Hasen im Team, das geht mal garnicht! Schliesslich war er fast schon bei der Gründung dabei und definitiv ist er mit 14 Jahren definitiv einer meiner ältesten Freunde…
Aber ich war noch genervt, baute noch Zelte auf, wartete noch auf Julia und Olaf und überhaupt fühlte ich mich…. am liebsten garnicht?
Irgendwas in der Art zumindest.
Aber wenigstens war es noch hell und Julia half mir nicht beim Zeltaufbau… Langsam stieg also erstmal meine Laune und als ich den ersten Kaffee versaute, wars dann wieder gewohnt chaotisch…

Nein, es flog kein Topf heisses Wasser durchs Zelt, da waren nämlich Leute drin. Leider! Ich hätt mich wahrscheinlich nicht geärgert, wenn ich mich verbrüht hätte…

Julias erste Meldung kam dann nachts um ca 1:30 Uhr:
Haben uns ca 100km verfahren, sind erst in ca. ner Stunde da!
Um 4 war ich des Wartens und Telefonierens müde, auch wenn die anderen die Telefonate witzig fanden.
Warum habt Ihr nicht angerufen? – Haben wir doch, auf Festnetz! Olaf hat Dir auf die Box gesprochen… – Ich bin aber doch nicht zuhause, ich hab doch gesagt, ich breche Donnerstag schon auf… – Achso, das haben wir verpeilt…
So ähnlich ging das ca. ne Viertelstunde… Danach wusste jeder, meine Schwester stellt sich wahnsinnig blöd an, wenn sie will…

Um 4 Uhr war sie noch nicht da und ich bin ins Bett! ca 4:30 rief Olaf nochmal an und ich blieb liegen. Ich konnte einfach nicht mehr…
Morgens um 8 war ich schon wieder wach. Oder zumindest nicht mehr am schlafen und fit genug Kaffee zu verunfallen.
Mit den Motztriaden, die mein Mann so liebt, lief ich also durch das Lager und alles, was ich anfasste, klappte beinahe sogar… Hat mir ja fast Angst gemacht!

Es war also: Samstag! Und ich lebte noch!

Mein M’era…

…Luna Bericht fehlt noch!

Ich bin nämlich tatsächlich gefahren.
Auch wenn ich Donnerstag endgültig sicher war, dass ich unbedingt zuhause bleiben hätte sollen.
Hätte ich Stunden vorher nicht Moritz endlich dazu bekommen, doch mitzufahren, hätte ich wohl Freitag Morgen noch abgesagt.

Wir beginnen also bei Mittwoch:

Ursprünglich hatte ich geplant, eben noch mit Danny und Anja die letzten Details zu besprechen, Donnerstag dann mit Giovanni zu Gerd in den Laden zu fahren, von da aus ins Lager zu fahren, dort Anja und Semira zu treffen und von dort aus heim zu fahren und zu packen um quasi direkt aus dem Lager zum m’era zu fahren.

Mittwoch erklärte Moritz dann endlich! dass er, trotz aller bisherigen Wiederstände doch mitkäme und zwar mit mir.
Prima, noch mehr Chaos! Hurra! Ich hätte das ja drei Tage vorher so entspannt klären können…
Nach 2 Tagen herumtelefonieren war mir klar, dass wir Moritz und mein Gepäck nicht reduziert bekämen und somit für Drei Leute Gepäck hatten statt für 2.
Also hab ich kurz Jenny informiert.
Sie war auch begeistert, hat aber, wie erwartet, alles dran gesetzt, das auch hinzukriegen.
Eine echte Lagerlady eben! Keiner wird zurückgelassen!

Dann kam der Donnerstag:

Geplant war, zuerst noch eben mit Danny zu Anja, dann zu Gerd und dann zum Lager…
Ich hab um 15 Uhr mit Danny geredet und bin dann zu Anja um mit ihr zu reden, nach ihrem Tel zu gucken und notfalls meines dort zu installieren.
Letzteres hab ich dann gemacht.

Dann brach wieder Chaos aus und ich beschloss, nicht zu Gerd zu fahren, weil noch zu viel zu besorgen war.
Otti wollte noch weg, hätte aber nicht gekonnt, weil er hätte fahren müssen, also beschlossen wir, dass er mit ins Lager kommt, weil ich dort noch eine Handynummer besorgen wollte, und dann bei mir schläft.
Gesagt, getan, nur war der Handyinhaber natürlich, entgegen der Abmachung, NICHT im Lager…
Hätte ja was klappen können!
Dazu dann irgendwann die Hiobsbotschaft, dass er nicht da ist, weil er krank geworden ist…

Irgendwann tauchte dann auch Sascha auf, den ich leider viel zu selten sehe und der sich langsam Andys Platz erobert.
Viel weniger kompliziert, verständnisvoller und wesentlich weniger anstrengend…
Wenn seine Ähnlichkeit mit Alex nur nicht wäre…

Und dann plötzlich Flashbacks…
Ich hab keinen, absolut keinen Schimmer, warum und wodurch ausgelöst.

Flashbacks sind normalerweise das, was mich dazu bringt, mich im Keller einzuschliessen und erstmal zu überlegen, was wann wo wie einzuordnen und wie da was getriggert haben könnte. Definitiv aber nichts, was mich dazu animiert, auf ein Festival zu fahren, auf dem ich definitiv in anstrengenden Situationen in absolut ungewohntem Umfeld lande.
Als erstes schoss mir also durch den Kopf, dass ich unter keinen Umständen auf absolut keinen Fall auf dieses Festival fahren kann und zwingend absagen muss, weil es fast an Selbstmord grenzt, ausgerechnet jetzt zu fahren.
Der zweite Gedanke war dann, dass Moritz es mir auf keinen Fall und unter keinen Umständen verzeihen würde, wenn ich absagen würde, wo ich doch so hart darum gekämpft hatte, dass er mit kommt.
Also bin ich dann seinetwegen nicht zuhause geblieben.

Freitag ging dann fast alles in die Hose, was das Gefühl, nicht fahren zu sollen immer mehr vertiefte.
Es stand einfach unter keinem guten Stern.
Das konnte nur schief gehen und ich war ernsthaft davor, auszurasten!
Erst bekam ich nur eine Stunde Schlaf, hatte dadurch Kopfweh und nicht gerade die beste Laune. Dann fand ich die Hälfte nicht, verwechselte ständig Telefonnummern und erreichte niemanden. Dann vergass ich ständig irgendwas und wir mussten zwei mal abfahren…
Dann bekam ich keine Karte mehr im Vorverkauf, weil Skorpio CTS-Eventim den Kartenverkauf verboten hatte, da so viele gefälschte Karten aufgetaucht waren.
Irgendwann waren wir dann trotzdem unterwegs…
Konnte ich garnicht begreifen. Irgendwie fühlte sich das nicht echt an.

Sollte wirklich genug geklappt haben, dass wir wirklich geschafft hatten, los zu fahren?

Ziemlich verwirrt…

…sitze ich hier und langsam wird mir bewusst, was da letztes Wochenende alles passiert ist…

Eigentlich wäre das m’era ein Abschied gewesen.
Spätestens dort wurde mir auch nur zu schmerzlich bewusst, dass es so, wie es im Augenblick lief, nicht hätte weitergehen können.
Und spätestens Sonntag war ich auch bereit, einen Strich zu ziehen und für mich das ganze auf “geschäftlich” zu reduzieren.

Jetzt sitze ich hier, mir tun Rücken und Kopf wahnsinnig weh und ich möchte heulen und lachen zugleich und weiss nicht, was ich machen soll…
Ist das wirklich passiert?
Aber wichtiger wäre: Hat er verstanden?

Ich habe wieder nicht viel gesagt, aber hoffentlich war es deutlich.
Ich habe zugehört und dachte zu verstehen, aber dann passte da plötzlich wieder was nicht. Oder eben doch?

Hey, wohin jetzt?

Aus Dunkelblau…

…wurde Moosgrün!

Und die Erlaubnis von Falk, die komplette Küchenfront machen zu dürfen und zwar in Knallbunt!

Das wollte ich schon, als die Küche bei uns einzog!

Jetzt werde ich also meine freien Tage mit Lackieren von Schranktüren verbringen, bis der Arzt kommt…

Zitronengelb, Orange, Lila, Blau, Rot…. Und den Corpus Weiss!

Ich werde ganz viel Spass haben!

Und niemand eine so tolle Küche wie wir!

Während ich…

…so durch die Beiträge stöber, stolpere ich über eine verkohlte Küche…

Ich gehe dann mal dunkelblauen Buntlack und grobes und feines Schleifpapier kaufen und mach einen auf kreativ!

Wenns nicht klappt folgt das Gepolter und der Wutausbruch dann nachher *g*.

Och mennoooooo…

…ooooooooo!

Eigentlich bräuchte ich noch ein paar mehr “o”, aber es reicht auch so.

Ein bisschen herumgegoogelt stolpere ich unerwartet mal wieder über Alex…
Kann der sich nicht mal in Luft auflösen und aufhören zu existieren?
Von irgendwas absorbiert werden, dem ich nie begegnen werde?

Ich wollte nie hassen, niemanden und nie so intensiv…
Menschen, die das schaffen sind es meisst nicht wert.
Obwohl es schön wäre, wenn ers wert gewesen wäre…

Da lobe ich mir seinen russischen Namensvetter.
Nein, er ist nicht wirklich Russe, aber sein Name ist der Kosename für Alexander und Alexandra in Russland.

Der wäre es wert, gehasst zu werden, wenn ich ihn nicht mögen würde.
Aber, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nie Grund haben werde, ihn zu hassen.
Ihm ist halt wichtiger, ehrlich zu sein als gut da zu stehen.

*grummel* Ich mag jetzt keine positiven Dinge sehen, ich wollte mich doch aufregen…
Aber: Wozu?
Dankbar sein, dafür, dass ich Menschen um mich hab, auf deren Ehrenhaftigkeit ich mich selbst dann verlassen kann, wenn sie sich unehrenhaft verhalten macht mehr Freude!
Und als ich Sascha das letzte mal sah, war ich heilfroh, ihn zu sehen, denn ohne ihn wäre ich unehrenhaft geworden… vielleicht… zumindest wären ich und jemand anderes Gefahr gelaufen.

Btw: Ich bin Montag und Dienstag nur mit übermittelter Rufnummer zu erreichen. Und zwar nur für Leute, die NICHTS mit meinem Job zu tun haben.
Danach arbeite ich bis Ende Juli durch!
Also: Diesen Monat ausgebucht! Gottseidank muss ich zur Loveparade, weit weg davon, arbeiten!

Achja, Montag Kino: Shrek forever in 3D! *freu*

Männer sind voll…

…kommen…
Ja, genau, überbewertet!
Aber Das hat die Natur nuneinmal so festgelegt und so folge ich ihr und füge mich in meine Bestimmung und siedle sie trotzdem nicht niedriger an…

Was man aber ruhig niedriger bewerten darf ist, wenn sie Dir sagen, Du hättest es nicht nötig, Dich hübsch zu machen.
Tust Du es nämlich doch, sagen sie Dinge wie: “Das solltest Du öfter tragen!”

Ja was nu?
Soll ich nun mehr Röcke tragen und mich schminken oder soll ichs nicht?

Nicht, dass mir das nicht egal wäre, wenn es nicht um meinen Ehemann geht, aber es verwirrt doch.
Zumal die meissten Komplimente ja von Männern kamen, die ihr Interesse bereits ausreichend bekundet haben.
Allerdings gerade und erstrecht von denen, die mir mehrfach erklärten, dass sie es toll finden, dass ich mich nicht “aufbrezle” und so natürlich bin und immer wieder beteuern, ich bräuchte keine Pflegemittel oder Makeup.

Brauche ich auch nicht! Manchmal machts aber Spass, zu sehen, wie Ihr drauf reagiert, wenn ichs doch benutz.
Und, ehrlich gesagt: Wenns dann in den Augen verdächtig glitzert, kann ich ganz schön hämisch in Gedanken lachen, weil Ihr ja doch nicht dran kommt… *g*
Aber nicht bei jedem und das ist auch gut so! ;-)

Der Realist in mir glaubt zwar nicht dran, der Phantast träumt aber trotzdem…
Findet der Realist ok, solange ein “Traum” ein “Traum” ist.
Realität ist oft ernüchternd… Ich mag Träume nicht gern platzen lassen.
Ausser denen anderer, denn ich habe viel tolleres als was sie sich vorstellen:
Eine wahnsinnig tolle Familie und den besten Ehemann, den es für mich geben könnte…

Mein Arzt…

…verarscht mich!

Ok, im Nachhinein hat er immer alles richtig gemacht und bestimmt weiss er, was er tut, aber:
Festgestellt wurde eine Anämie. Vermutlich Eisenmangel-Anämie.
Diese hat exakt die gleichen psychischen und physischen Symptome wie meine momentane Krise…

Trotzdem wurde die Dosis für die “rosa Pillen” verdoppelt, zusätzlich zu einem extrem hochdosierten Eisenpräparat. Beides erstmal bis Mitte August.

Vorteil für mich ist: Ich weiss, wann mein lieber Doc im Urlaub ist, es wird vor dem m’era und darüber hinaus sein und ich kann mir “heimlich” das Notfallzeugs holen, falls die Medikamente bis zum m’era nicht richtig anschlagen.
5 Wochen ist für Psychopharmaka relativ knapp für eine “krisenfeste” Einstellung der Medis. In der Regel brauchen die bis zu 4 Wochen um anzuschlagen.

Aber jetzt brauch ich mir erstmal weniger Sorgen machen, dass das M’era Luna aus gesundheitlichen Gründen ausfallen könnte.

Hildesheim, ich komme!

Gestern um ca….

…16:30 bin ich dann eingeschlafen.

Heute morgen um 7:30 aufgestanden ist der Zeh immernoch aua und die Küche immernoch angekohlt…

Freitag darf der Doc die Dosis erhöhen.
Ich titsche immernoch und seit gestern wieder extrem…

Und wenn ich nicht nachher zur Arbeit müsste, ginge ich jetzt ins Bett!
Gut dass ich nur 4,5 Stunden muss…

Kochen ist…

…vollkommen…

LEBENSGEFÄHRLICH!

Und ja, ich bin jetzt wach und hochkonzentriert!

Ich habe vergessen den Herd abzuschalten, auf dem eine Pfanne mit Öl stand.
Glücklicherweise nicht genug Öl, um den darüberhängenden Holzschrank in Brand zu setzen. Er ist nur angekohlt…
Ich hab das nämlich erst gemerkt, als das Öl bereits vollständig verbrannt und die Pfanne hinüber war.
Ausserdem ein paar umstehende Plastikgefässe angeschmolzen.
Darunter eine volle Flasche Speiseöl! Glücklicherweise lief die nicht aus…

Und was lernen wir daraus?
Ich darf mein “Kindermädchen” bitten, mir etwas zu Essen hinzustellen, das nicht erwärmt werden muss, wenn ich von der Arbeit komme, weil ich sonst nachher noch das Haus in Brand stecke…

Gestern hab ich Ananas gegessen, obwohl ich weiss, dass ich darauf allergisch bin. Ich hab nämlich vergessen, beim Buffet zu fragen, ob irgendwo welche drin ist…
Wenn mein Kindermädchen mir das also nicht hinstellt, vergifte ich mich nachher auch noch…

Krisen sind SCHEISSE!!!

Irgendwas…

…ist doch immer…

Heute war ich brav!
Ich habe beim Doc angerufen und einen Termin gemacht…
Leider ist dieser erst am 02.07., da mein Arzt bis dahin nicht da ist.
Ich fürchte, ich werde mir vorher das Notfallmedikament holen müssen…

Und dann hab ich festgestellt, dass die Menschen, die mir am meissten Halt geben “an Substanz verlieren”.
Immer nur am PC ist so schwer fassbar…

Ja, da ist auch noch mein Mann, aber wenn ich mich an dem voll abstütze, dann hält er das nicht lange durch.

Die zwei anderen sehe ich erst Donnerstag wieder und dann wieder eine ganze Woche nicht.

Muss im Moment reichen, tut es aber nicht!

Andere wären gerne da, können aber nicht, ohne sich bei mir abzustützen. Und das kann ich im Moment so garnicht gebrauchen.
Dabei wünsch ich mir doch nur ein bisschen frische Luft und mal ein anderes Gesicht.
Allein sein kann ich im Moment so garnicht…
Einen Moment, wo ich einfach ich selbst sein kann, ohne allein sein zu müssen oder Tränen verstecken zu müssen, weil Kinder in der Nähe sind, ohne gekitzelt zu werden…

Luft zum Atmen eben und ein bisschen Halt… Aber fass- und spürbar und nicht nur in so einem blöden Kasten!

Ich denke…

…ich werde jetzt einen Spaziergang machen…

Leider hat mein Schatz nen Wirbel verschoben… Ok, dass er wirbelt und bei ihm was verschoben ist, ist der Grund, warum ich ihn geheiratet hab *gg*, aber ich bin froh, dass er grad schläft!

Geschützt: Dinge auf die…

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Danke…

…übrigens!

An meinen Mann und zwei wirklich liebe Menschen in meinem Umfeld!

Fürs Zuhören und Aushalten, auch wenn Du eigentlich selber nicht die Kraft dafür hast!
Fürs ehrlich sein und fürs schimpfen und warnen und die kleinen Momente, die mich schmunzeln lassen über Dich, mich und alles was so passiert. Das macht es leichter, doch dagegen anzugehen.

Eine ganze Menge mehr hätte ich ohne Dich die letzten Tage nicht geschafft…

Danke! Einfach für das Wissen, nicht allein zu sein!

Tolle…

…Wurst…

Mein Chef schickt mich zum Arzt, weil ich in letzter Zeit so viele Kleinigkeiten verbummel…

Hallo?
Wenn es einen Menschen gibt, dem ich noch weniger was vormachen kann, als meinem Mann, dann meinem Arzt!
Und ich bin ziemlich sicher, dass der mich erstmal wieder für 9 Wochen in die Klinik steckt…

Verdammt noch mal Alex, reiss Dich zusammen!

Meine Medikamente…

…haben mich tatsächlich ca 9 Stunden schlafen lassen.
Aber, die Art und Weise wie ich zur Ruhe kam war… Nun, ich habe anders als gewohnt reagiert, was ich vor dem M’era Luna dringend mit meinem Arzt besprechen sollte, falls ich dazu Lust habe…

Aber, sie haben ja gewirkt…

Mal sehen, ob ich Lust haben werde. Aber vielleicht ist es auch nur, dass ich mich erst wieder dran gewöhnen muss…

Jedenfalls fühle ich mich fit und ausgeschlafen… Ich habe sogar Wäsche sortiert…

Schatz? Ich liebe Dich!

Ein Gummiball…

…den man in einen kleinen sechseckigen Raum wirft, könnte nicht schlimmer herumtitschen…

Alles ist wieder “einerseits…, andererseits…” und irgendwie scheine ich die Orientierung verloren zu haben…

Wo bin ich? Wer bin ich? Was bin ich? Wo, wer oder was will ich überhaupt sein?
5 Sekunden später spielt alles keine Rolle mehr und es ist wahnsinnig Toll, dass mir gerade der Wind ins Gesicht bläst…

40-Stunden-Tage in denen ich aber im Grunde nichts tue… Doch, etwa 5 Stunden schlafen und einmal “täglich” was essen… Länger oder öfter funktioniert einfach nicht…

Und schwupps, gerade angefangen zu schreiben, geht mir mein eigenes getippe auf den Geist…

Ich glaube, ich gehe spazieren. Den Wind im Gesicht spüren!
Leider allein…

Einfach nur…

…so:

Viel zu…

…viele Gedanken für meinen kleinen Kopf…

Es gibt nur 3 Leute in meinem Leben, auf die dieses Lied je wirklich gepasst hätte…
Und ja, einer davon war:

Na, ratet mal…

Ganz genau! Alex…

Ich hätte nie gedacht, dass mir das je wieder passieren würde.
Und was tue ich? Sitze da und habe Angst davor, dass es nicht nur genauso anfängt, sondern vielleicht auch genauso endet.

Ok, ein paar Unterschiede gibt es: Wir haben uns nicht erst ein ganzes Jahr ausschliesslich über Internet unterhalten, es hat nicht Monate gedauert, bis auf das erste ein zweites Treffen folgte, ich hab ihm nicht vor dem ersten Treffen viel von mir erzählt…

Nein, im Grunde haben wir uns gesehen und plötzlich war da etwas vertrautes, altbekanntes, was erwachte…
Exakt das, was mich damals mit Alex verbunden hat.
Dieses Gefühl, zuhause zu sein, wenn sonst überall der Boden wegdriftet…

Jetzt kämpfen die Gewalten in mir…
Die Hand annehmen, die man mir reicht, auf die Gefahr hin, es diesmal vielleicht nicht zu überleben?
Es könnte ja auch tatsächlich mal gut gehen…

Bevor mein Mann in mein Leben trat hatte ich ja auch den Glauben an vorbehalts- und bedingungslose Liebe verloren.
Männer? Alles schwanzgesteuerte Klappspaten, für die wir nur Mittel zur Befriedigung persönlicher Bedürfnisse sind… (Warum ich wohl jetzt gerade an Kai denken muss?)

Hey, ich bin glücklich verheiratet und habe ausserdem seit fast der halben Zeit eine Affaire… Das sind gleich zwei Menschen, deren Existenz das Gegenteil zu beweisen scheint…

Warum sollte es dann nicht möglich sein, dass einmal in meinem Leben eine Freundschaft einfach eine Freundschaft ist.
Nicht mehr aber bei weitem auch nicht weniger…

Aber was, wenn es das nicht ist?

Geklaute Texte…

…finden sich hier manchmal auch:

Es ist nicht wichtig für mich, wie du dein Geld verdienst.
Ich möchte wissen, wonach du innerlich schreist, und ob du es wagst, der Sehnsucht deines Herzens zu begegnen.
Es ist nicht wichtig für mich, wie alt du bist.
Ich will wissen, ob du es riskierst, wie ein Narr auszusehen, um deiner
Liebe willen, um deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.

Es ist nicht wichtig für mich, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen.
Ich will wissen, ob du dein eigenes Leid liebevoll umarmen kannst, ob du
durch die Prüfungen des Lebens offener geworden bist, oder ob du dich
zusammengezogen und verschlossen hast aus Angst vor weiterer Qual.
Ich will wissen, ob du mit dem Schmerz – deinem und meinem – dasitzen
kannst, ohne gleich zu versuchen, ihn zu verstecken, zu überspielen oder
zu beseitigen.
Ich will wissen, ob du voller Freude sein kannst – meiner und deiner
Freude -, ob du voller Wildheit tanzen kannst, ob du es wagst, dich und
mich vor Ekstase beben zu lassen – von den Fußsohlen bis zu den
Haarspitzen -, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft oder die
Grenzen des Menschseins zu bedenken.

Es ist nicht wichtig für mich, ob die Geschichte, die du erzählst, wahr
ist.
Ich will wissen, ob du jemanden enttäuschen kannst, um dir selbst treu zu bleiben. Ob du den Vorwurf des Verrates ertragen kannst und nicht deine eigene Seele verrätst.
Ich will wissen, ob du vertrauen kannst und von daher vertrauenswürdig
bist.
Ich will wissen, ob du die Schönheit auch dann noch sehen kannst, wenn es nicht jeden Tag schön ist, und ob du dein Leben aus der Gegenwart des Großen Ganzen nähren kannst.
Ich will wissen, ob du mit all unseren Schwächen und Fehlern – meinen und deinen – leben kannst und trotzdem am Ufer des Sees stehenbleibst und dem Vollmond ein JA! zurufst.

Es ist nicht wichtig für mich, wo du lebst und wieviel Geld du hast.
Ich will wissen, ob du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und
Verzweiflung – erschöpft und zerschlagen bis auf die Knochen – und tust.

Es ist nicht wichtig für mich, wer du bist und wie du hierher gekommen
bist.
Ich will wissen, ob du mit mir in der Mitte des Feuers stehen kannst und
nicht zurückschreckst.

Es ist nicht wichtig für mich, wo oder was oder mit wem du studiert hast.
Ich will wissen, was dich von innen hält, wenn alles andere sich verliert.
Ich will wissen, ob du allein sein kannst und in den leeren Momenten von
Herzen gern mit dir selbst zusammen bist…

Sorry Blackrain (der nicht mehr wissen wird, dass wir uns kannten), aber abgesehen davon, dass ich fast nicht glaube, dass Du den selbst geschrieben hast:
Er gefällt mir und gerade ist mir danach, ihn hier zu posten!

17 Jahre…

…sind eine lange Zeit!

Und wenn man 17 Jahre mit jemandem befreundet war, dann steckt da eine ganze Menge Vertrauen und Zuneigung drin.

Wenn dann jemand hingeht und mir erklärt, dass er das ganze aufgegeben hat, “weil da mal was war”, dann fange ich an, an der Welt zu verzweifeln…

MIR hat dieser Mensch etwas bedeutet…

Emotionale Bindungen sind vollkommen überbewertet…

Arschloch!

Ich fürchte…

…ich habe da jemanden verschreckt!

Und wenn nicht, werde ich wohl genau das tun…

Ich hasse abgebrochene Gespräche, wenn vorher schon klar ist, dass sie nie zuende geführt werden.
So können Missverständnisse nicht aufgeklärt werden und es stehen Dinge im Raum, die so nicht da stehen sollten.

Aber ich habe auch keine Lust, irgendwas zu erzwingen und so liegt es nicht an mir, was nun weiter geschieht.

Garnichts wäre schon mehr, als ich zu hoffen wage, aber ich fürchte, das wäre zu viel erlangt!

Und da…

…ist sie wieder!

Diese Leichtigkeit, das kleine verschmitzte Grinsen, dieses Glitzern in den Augen und dieser kleine freche Schalk im Nacken, den ich soooooooo vermisst habe!

Aber nicht nur ich…

Hoffentlich kommt nicht wieder irgendeine Katastrophe!

Erstaunt gucke…

…ich in den Spiegel und frage ich:
Wer ist das?

Gestern noch war ich sauer und verletzt. Als er dann wirklich im Lager war, war es ganz natürlich, dass es so gekommen ist.
Eben etwas, das Dich ein kleines Stück begleitet, Teil Deines Lebens ist und dann war.

Es war schön und es war spannend, es hat mir etwas bedeutet und es ist gewesen.

Ich bin dankbar dafür, dass es war und das es jetzt vorbei ist ist der Lauf der Welt.

Es fühlte sich aber auch sehr gut an, sich wieder frei zu bewegen, frei atmen zu können und ich habe mich wohl gefühlt.

Und das fühlte sich so echt an, dass ich mir sicher bin:
Es ist eine angenehme Erinnerung aber es ist vorbei.

Danke Häschen, für die schöne Zeit!

Ich bin eben…

…anders als erwartet!

So auch mein Username in SZ und SG.

Und ich möchte ernsthaft nicht so sein, wie es von mir erwartet wird!

Durchaus weiblich, klar, denn immerhin bin ich ja eine Frau, aber nicht häuslich, nicht konservativ, nicht brav oder anständig.
Aber vorallem kein rückgratloses Wesen ohne eigene Meinung, das aus Harmoniesucht heraus tut, was am wenigsten Stress verursacht.

Das lustige ist: Wer noch nie Probleme mit mir hatte beschreibt mich oft als sanft, ruhig, nachdenklich, entspannt und gut gelaunt.
Auf Partys eher lebendig und stimmungsfördernd.

Wer je mit mir aneinander geraten ist, der mag das meisst nicht nochmal haben.
Allerdings schätze ich da eher die Meinung derer, die es geschafft haben, richtige Explosionen von mir auszuhalten (natürlich NICHT ohne Kontra zu geben) und trotzdem über Jahre mit mir befreundet sind.
Und mit einigen meiner Freunde hatte ich durchaus richtig ernsthafte Auseinandersetzungen.

Ich bin jedoch der Meinung, dass das nur Sinn macht, wenn mein Gegenüber auch fähig ist, mir seine Meinung ins Gesicht zu sagen und wer das nicht konnte, den hab ich meisst auch nie richtig in den Freundeskreis aufgenommen, bevor er wieder rausflog.

Schade eigentlich. Ich hatte mehr Potenzial vermutet, als zu finden war.
Ob er so blöd ist, heute im Lager aufzutauchen?

Endlich wieder…

…gute Laune!

gestern und heute kräftig ausgeschlafen, gestern dann von niemandem mehr geärgert worden und heute scheint die Sonne!

Na, mal sehen, welche Katastrophe heute auf mich zu kommt! Oder hab ich heute wirklich mal einen entspannten Tag?
Gibt es sowas überhaupt?

Jemanden zu…

…mögen reicht eben manchmal nicht.

Ich habe mich nicht respektiert gefühlt und genau das über Monate versucht mitzuteilen.
Als ich dann quasi ignoriert wurde, in einem Moment, in dem es wichtig gewesen wäre, mich ernst zu nehmen, habe ich deutlich gemacht, dass ich soetwas nicht hinnehmen will und werde.
Daraufhin wurde sich über mich lustig gemacht, auch wenn das nur allen (nicht nur mir) so vor kam.
Natürlich platzte mir dann erstrecht der Kragen.

Ehrlich gesagt?
Ja, es ist besser so!

Auf Dauer hätte ich mich selbst kaputt machen müssen…

Aber das witzigste ist:
Einerseits tritt er beleidigend, rücksichtslos, überheblich und egoistisch auf und andererseits wirft er genau das seinem Umfeld vor!
Allerdings natürlich ohne den Arsch in der Hose zu haben, irgendwem das persönlich zu sagen.
Nein, sein Gegenüber könnte die Kritik ja berechtigterweise zurückgeben.

Ich hoffe, er meint ernst, dass ich ihn so bald nicht wieder sehe, weil sonst werde ich ihm leider ins Gesicht sagen müssen, dass mir genau das recht wäre, bis er kapiert, wie er sich aufgeführt hat und in der Lage ist, andere so zu behandeln, wie er es von ihnen erwartet.

Letzteres wird wohl noch ein Weilchen dauern, wenn er tatsächlich nicht merkt, wie er sich benimmt…
Aber Sozialkompetenz fällt halt nicht vom Himmel!